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Inhaltsverzeichnis

  1. Wie überprüfen Sie das Spiel der montierten Kette?
  2. Wie stellen Sie das Spiel der Kette in Laufrichtung fest?
  3. Welche Kettenarten gibt es?
  4. Was bringt ein größeres / kleineres Ritzel?
  5. Was ist der Unterschied zwischen X-Ring und O-Ring?
  6. Was Sie beim Ein- / Ausbau von Kettensätzen beachten müssen?

 

Wie Sie das Spiel der am Kraftrad montierten Kette prüfen

Kettendurchhang:

Die Kettenspannung wird am Kettendurchhang, etwa in der Mitte zwischen Ritzel und Kettenrad, gemessen. Als Anhalt ist ein Spiel von 2 - 3 cm normal (auch je nach Herstellerangabe variierend). Beachten Sie bitte, dass aufgrund der unterschiedlich auftretenden

Zugkräfte die Kette einen abweichenden Durchhang aufweisen kann. Daher sollten Sie die Kette an verschiedenen Stellen messen. Die Messung sollte im belasteten Zustand (mit Fahrer oder Sozius) erfolgen.
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Wie Sie das Spiel der Kette in Laufrichtung feststellen

Aufgrund der hohen Zugkräfte beim Beschleunigen oder Bremsen treten je nach Qualität der Kette nach einigen 100 - 1000 Kilometern Verschleißerscheinungen auf. Diese machen sich über das Kettenspiel (siehe oben) bzw. über das Spiel der Kette in Laufrichtung bemerkbar.(=Längenspiel) Bei ungleichmäßig gelängten Ketten ist immer die Stelle mit dem größten Durchhang ausschlaggebend.               
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Welche Kettenarten es gibt

Die Antwort auf diese Frage ist gar nicht so leicht zu finden. Grundsätzlich ist zu sagen, dass Hersteller von Motorradketten qualitativ unterschiedliche Ketten anbieten, was auch Sinn macht. Eine für den Rennsport zugelassene Kette muss nicht unbedingt auf ein Mofa montiert werden und umgekehrt. Die Bezeichnungen gehen von Standard - Super Non-O-Ring - Professional - Premium - Superbike - Exclusive Racing des einen Herstellers (DiD) zu Basic - Verstärkte - Professionelle - O-Ring - Z40 - Kette (X-Ring) des anderen Herstellers (Regina).

Die Aufzählung beschreibt grundsätzlich nicht die Qualität der Ketten, sondern deren Einsatzbereich. Wie gesagt eine "Racing"-Kette  hat nichts auf einem Mofa zu suchen. Hochwertige Ketten für Motorräder (der größeren Art) beginnen fast ausnahmslos bei O-Ring - Ketten. Egal von welchem Hersteller.

 

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Was ein größeres / kleineres Ritzel bringt

Für alle Hobby-Tuner eine interessante und im Freundeskreis oft diskutierte Frage. Physikalisch gesehen muss mehr Motorleistung aufgebracht werden um ein größeres Ritzel auf die Geschwindigkeit eines kleineren zu bringen. Das ist nun mal so und lässt sich auch nicht ändern.

Was bringt also eine Änderung des Übersetzungsverhältnisses, denn das passiert nämlich, sobald am Ritzel oder am Kettenrad die Anzahl der Kettenzähne nach oben bzw. unten verändert wird.

1. Bei Nichteintragung in der Betriebserlaubnis (soweit nicht vom Hersteller freigegeben) und Nichtabnahme durch den TÜV / Dekra oder sonstige bekommt man Ärger mit dem weiß-grünen Verein. Und seid Euch sicher, es gibt dort ausreichend Beamte, die sich mit der Materie auskennen. Bei Erreichen einer höheren Geschwindigkeit kann die BE erlöschen, eine andere Fahrerlaubnis fällig werden, geschweige denn die Versicherung kann Euch im Schadensfall in Regress (=zurückzahlen der Schadenssumme) nehmen. Unangenehm.

2. Kleinere Ritzel bringen generell mehr Zugkraft auf die Kette. In Folge dessen mehr Fun beim Ampelstart. Größere Ritzel sorgen für eine geringe Zugkraft, jedoch mit dem Ausgleich einer höheren Endgeschwindigkeit, so die Motorleistung es will. Der größte Spaß will sich nicht einstellen, wenn zum Anfahren das Zweirad angeschoben werden muss, weil die Motorleistung nicht für die Anfahrt ausreicht.

Änderungen des Übersetzungsverhältnisses machen also tatsächlich nur Sinn, wenn jemand beratend zur Seite steht. Dieser Jemand sind wir. Fragen Sie uns und wir überzeugen Sie, das Richtige zu tun.

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Was der Unterschied zwischen O-Ring- und X-Ring-Kette ist

Bei hochwertigen Ketten wird häufig von O-Ring- bzw. X-Ring-Ketten gesprochen. Wir lüften für Sie das Geheimnis dieser Bezeichnungen: 

 

 

Die Markierung ist auf den O-Ring gesetzt. Der O-Ring ist für einen geringen Reibwert zwischen den Metallteilen zuständig. Der O-Ring schmiert sozusagen die Kettenteile mit im Inneren befindlichen Spezialfetten/~ölen.
Von einer X-Ring-Kette spricht man im Prinzip vom selben Bauteil. Im eingebauten Zustand nimmt es die Form eines X an. Dadurch werden auftretende Reibwiderstände nochmals verringert. Die Aufgabe X-Rings (im Querschnitt) ist ebenfalls eine Reibminderung zwischen den Metallteilen.  

 

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Was Sie beim Ein- / Ausbau von Ketten beachten müssen

Natürlich können wir wegen der Vielzahl an Motorradmodellen nicht auf die Einbauanleitung für jedes Krad eingehen. Dafür sind einschlägige Handbücher, auch des Herstellers, vorhanden. Grundsätzlich gilt: Kettensätze montieren sollten Sie nur, wenn Sie wirklich die Fachkenntnisse besitzen. Idealerweise lassen sie solche Arbeiten von der Fachwerkstatt erledigen. Dies zur Ihrer eigenen Sicherheit und schließlich will die Fachwerkstatt auch Geld verdienen und tritt bei unsachgemäßer Montage eventuell für dadurch verursachte Folgeschäden auf, was bei Eigenmontage aus dem häuslichen Portemonnaie bezahlt werden muss.

Nach der Demontage eines Kettensatzes (Ritzel, Kette, Kettenrad) sollten alle Anlageflächen gesäubert werden. Etwaige Sicherungsbleche sowie Splinte sind zu erneuern, sollte das Hinterrad Sie nicht überholen.

Gelöste Befestigungsschrauben bitte mit einem Drehmomentschlüssel anziehen. So mancher Hobbybastler musste leidvoll erfahren, wie es ist ein Gewinde nach zuschneiden, wenn die Schraube abgedreht wurde.

Die Verschlussfeder des Kettenschlosses muss an der Außenseite liegen und die geschlossene Feder in Laufrichtung der Kette zeigen. Prüfen Sie nach, dass die Feder satt am Kettenschloss anliegt, damit die Kette einmal nicht auf der Landstraße liegen bleibt und der Motorradfahrer 100 m danach.

Überprüfen Sie das Spiel - wie gezeigt - der Kette. Eine zu lose oder zu stramm gespannte Kette bringt so manche böse Überraschung mit sich und kann im Extremfall reißen. Schlecht gespannte Ketten weisen zudem einen höheren Verschleiß auf, so dass der Geldbeutel unnötigen Schaden nimmt.

Der Hinterradeinbau verlangt unbedingt, dass die Spur zum Vorderrad gehalten wird. Selbst geringe Abweichungen machen sich im Fahrbetrieb bemerkbar und belasten den Reifen einseitig.

Nachdem Sie alle guten Ratschläge befolgt haben und die Kette eingebaut haben, wünschen wir Ihnen angenehme und sicher Fahrt auf Ihrem Motorrad.

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